Ein Rezept! Hurra! oder Möhrensuppe als Kürbisersatz

Meine Eltern haben einen Garten, in dem im Herbst super leckere Hokkaidokürbisse gedeihen. Auch wenn ich mir einbilde mich noch daran erinnern zu können, dass Kürbiskuchen super lecker schmeckt, war ich bisher doch immer zu faul so einen orangenen Ball in winzig kleine Hobel zu raspeln. Kürbissuppe ist da viel einfacher in der Herstellung. Aber was tun, wenn keine Kürbissaison ist? ‚Möhren‘ heißt das Zauberwort. Orange, immer verfügbar, lässt sich genauso gut zu Suppe verarbeiten.

Wie schon geschrieben, ich habe beim Kochen Schwierigkeiten mich an „echte“ Rezepte (und vor allen Dingen Mengenangaben) zu halten. Deshalb gibt es hier nur Richtwerte. Für eine leckere Karottensuppe benötigt man – welch Überraschung – Karotten. Dazu noch Kartoffeln (ca. doppelt so viele vom Gewicht her wie die Karotten), Brühe (alternativ dazu Wasser und Brühwürfel nacheinander in den Topf geben), ggf. ein Schluck Sahne und/oder ein Stückchen Butter (für die Sämigkeit) und viele leckere Gewürze (Salz, Pfeffer, granulierter Knoblauch, Paprika, für etwas asiatischen Kick etwas Koriander und/oder Zitronengras, Currypulver,… was auch immer das Gewürzregal hergibt).

Karotten und Kartoffeln schälen und grob würfeln. In etwas Fett (1-2 EL sollten reichen) anschwitzen. Brühe dazu gießen. Mindestens die Hälfte der Karotten-Kartoffelmischung sollte nun von Brühe bedeckt sein. Es sollte jedoch höchstens so viel Brühe angegossen werden, dass die Gemüsemischung gerade so bedeckt ist. Mehr Brühe, und die Suppe wird später zu flüssig (ja – bescheuert, aber Suppe kann tatsächlich zu flüssig werden.  Außerdem kann man im Nachhinein immer noch etwas Brühe nachgießen, sollte die Suppe doch noch nicht flüssig genug sein. Lieber immer langsam rantasten). Nun Deckel drauf und bei mittlerer Hitze weich kochen (je nach Größe der Würfel kann das ca. 10-20 Minuten dauern). Kostprobe machen. Weich? Super. Topf von der Platte ziehen und einen Pürierstab reintunken. Anschalten und das weiche Gemüse zu Brei verarbeiten. Hier kann jeder nach Gusto entscheiden, wie lange er zermatscht. Der ein oder andere mag vielleicht noch ein paar Stückchen in der Suppe haben. Jetzt, je nach Bedarf, etwas Sahne und/oder Butter in die Suppe geben. Das Fett dient als Geschmacksträger und lässt die Suppe etwas cremiger und besser schmecken. Zum Schluss mit allem würzen, was einem lecker erscheint. Salz und Pfeffer gehören bei mir zu den Grundgewürzen. Die müssen immer ins Essen. Der Rest ist optional. Je nachdem, in welche Richtung man geschmacklich gehen will. Koriander, Curry, Zitronengras z.B. kommen gerne in der asiatischen Küche vor. Paprika ist auch meistens sehr lecker, wenn es zu Gemüsegerichten serviert wird. Wie gesagt: hier muss ausprobiert werden. Ein bisschen hiervon in die Suppe, probieren. Für gut oder noch nicht gut genug befinden. Nachwürzen, wenn’s noch nicht passt. Und so tastet man sich Prise für Prise an den guten Geschmack heran.

Gerne dekoriere ich Suppe noch ein wenig beim Servieren, sonst sieht’s mir zu langweilig aus. Meine einzige Fensterbank in der Wohnung ist vollgepackt mit Grünzeug. Hier habe ich den Basilikum etwas misshandelt, in Streifen geschnitten und auf die Suppe geworfen. Das war mir aber noch zu wenig. Hatte noch eine vereinsamte Scheibe Roggenvollkornbrot im Schrank. Die habe ich zwischen den Fingern klein gekrümelt und ebenfalls auf der Suppe verteilt. Voilá! Karottensuppe mit Einlage. Klar! Die Einlage kann man auch weglassen. Ich steh halt nur auf „bunt“ auf dem Teller und so eine Gemüsecremesuppe ist mir zu einfarbig.

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