Amarettini-Tarte

OK, ich gebe zu, an das Bloggerdasein habe ich mich noch längst nicht gewöhnt. Ich koche und backe zwar regelmäßig, aber meistens vergesse ich dann völlig Fotos von dem geleisteten Werk anzufertigen. Und Rezepte ohne Fotos sind irgendwie nichts sagend. Fotos müssen sein. Gleich vorneweg: ich bin weder professionelle Köchin, Patissiere, noch Fotografin. Dem entsprechend sind meine Rezepte, Blogeinträge und Fotos – nennen wir es mal –  „einfach“. Ich hoffe, ihr seht es mir nach. :D

Jetzt, wo das geklärt ist, kann es losgehen. Rezept Nr. 2 erblickt endlich das Licht meiner Bloggerwelt. Nachdem ich am Wochenende einen Apfelkuchen mit Zimtnote und Streuseln gebacken hatte und natürlich vergessen hatte Fotos zu schießen (als ich mich daran erinnerte, war der Kuchen schon weg und Kuchenkrümel erschienen mir eines Blogfotos nicht würdig), habe ich vorsichthalber meine kleine – billige – Digitalkamera (nix besonderes, kein Schnick Schnack, kein Spiegelreflex oder sonst irgendwas, was man hätte auf den Preis aufschlagen können – merkt man auch, wenn man die Fotos sieht) in der Küche deponiert. So als stille Erinnerung. Es hat funktioniert.
Gebacken, abgelichtet und verputzt wurde eine:

(ein Klick aufs Foto macht alles größer)

Das Rezept stammt aus der aktuellen Ausgabe der „Sweet Dreams“ aus dem Hause Burda (Lisa Kochen und Backen). Ich habe mir einmal die „Backen & Genießen“ vom Eaglemoss Publications Limited Verlag geholt. Hauptsächlich deshalb, weil die Erstausgabe gerade einmal ein oder zwei Euro gekostet hatte. Dazu gab es Silikonbackförmchen für Muffins, die ich zu der Zeit ohnehin gebraucht hatte. Begeistert hat mich das Magazin aber am Ende doch nicht. Es wurde von Ausgabe zu Ausgabe teurer (hauptsächlich wegen der ständig wechselnden, beigefügten Silikonformen, die ich aber gar nicht benötige) und allzu viele Rezepte wurden darin auch nicht vorgestellt. Dann habe ich auf diversen Foodblogs von der Sweet Dreams gelesen. Auch-haben-wollen. Also, fluchs, in der Mittagspause zum Zeitungshändler und die Zeitschrift ergattern! Super. Hat geklappt. Von der Aufmachung und den Rezepten bin ich begeistert. Es sind sehr, sehr viele Rezepte. Super angeordnet – nach Thema. Hinten gibt es einen Fotoindex. Man muss sich also noch nicht einmal mehr merken, wie das ins Auge gestochene Rezept heißt. Ein fotografisches Gedächtnis reicht hier vollkommen.

Zurück zum Rezept. Die Amarettini fein zerkrümeln (entweder in eine verschließbare Plastiktüte geben und mit einem Nudelholz zermalmen, oder lose in eine Schüssel geben und mit der Unterseite eines Glases zerkrümeln). Aus den Teigzutaten rasch einen krümeligen Teig kneten. Für eine halbe Stunde ab in den Kühlschrank.

Nun ran an die Creme: von der Milch 7 EL abnehmen und mit dem Puddingpulver vermischen (wer keine Puddingtüte daheim hat, kann aus Vanille und Speisestärke dasselbe auch selbst herstellen). Den Rest der Milch in einen Topf geben und aufkochen. Puddinggemisch einrühren, nochmal kurz aufkochen lassen. Geriebene Schokolade unterrühren. Während die Milch heiß wird die Eigelbe mit dem Zucker cremig aufschlagen. Diese Masse unter den Pudding rühren. Damit sich keine Haut auf der Creme bildet, einfach etwas Klarsichtfolie direkt auf die Creme geben. Alles abkühlen lassen.

Zurück zum Teig: mit diesem nun eine gefettete Form (Ø 26cm) auskleiden, dabei auch einen Rand formen. Bei 200°C im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen. Aus der Form lösen und auskühlen lassen.

Und wieder zurück zur Creme: Sahne steif schlagen und zusammen mit ein paar Heidelbeeren unter die abgekühlte Puddingcreme heben. Auf dem ausgekühlten Boden verteilen und die restlichen Heidelbeeren drüber streuen. Fertig!

Zugegeben, im Vergleich zum Rezeptfoto sind mir am Ende irgendwie die Heidelbeeren ausgegangen, aber schmecken tut’s trotzdem. Und zwar richtig gut. Vor allem der Keksboden ist unglaublich lecker und knusprig. Ich könnte mir vorstellen, dass man aus dem Teig auch leckere Ausstechplätzchen machen kann. Die Creme selbst ist ultra-vanillig und passt prima zu den frischen Beeren.

Bon appetit, eure Luna

Ein Gedanke zu „Amarettini-Tarte

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s