Pfirsich-Blaubeer-Muffins

Frauenzeitschriften (Magazine) finde ich ziemlich blöd. Gut zwei Drittel der Seiten bestehen lediglich aus Reklame und Modestrecken. Interessiert mich nicht. Ich will was zum Lesen haben. Und das bisschen, das einem dann noch zum Lesen bleibt, bekommt man in einem Tag durch. Also kaufe ich sie mir gar nicht erst. Fast. Wenn ich in Urlaub fahre, gönne ich mir für die Fahrt bzw. den Flug Zeitschriften. Gleich mehrere. Im Urlaub möchte ich auch meinen Geist ausruhen. Da ist so ein Magazin genau das Richtige. Und was man gelesen hat, kann man gleich wegwerfen. Das schafft mehr Platz im Koffer. Bücher könnte ich nie wegwerfen. Die sammele ich.

Aber das ein oder andere Mal findet man in so einer Zeitschrift auch mal einen Schatz. So geschehen im letzten Sommer. Ich habe mir am Bahnhof gleich vier Zeitschriften geholt. Wenn schon, denn schon. Im Urlaub gelesen und entsorgt. Wie immer. Nur diesmal war das doof. In einer dieser Magazine gab es nämlich ein Muffinrezept, das mich direkt angesprochen hatte. Es beinhaltete Frischkäse, Joghurt, Obst… und? Tja – keine Ahnung, was noch. Eier, Mehl und Zucker vermutlich… In meiner üblichen Manier hatte ich die Zeitschrift nach dem Lesen der letzten Seite in den Müll bugsiert – ohne mir vorher die Seite mit dem Rezept rauszureißen!!! Oh weh! Aufgefallen ist mir das erst, als ich aus dem Urlaub zurück kam und das Rezept ausprobieren wollte und es dann nicht mehr fand. Ich habe wie verrückt das Internet durchforstet, auf der Suche nach dieser Zeitschrift und somit hoffentlich auch nach dem Rezept. Zu dumm, dass ich noch nicht einmal mehr wusste, wie diese Zeitschrift hieß. Mila Kunis war vorne drauf. Aber danach konnte ich nicht suchen. Also, ich konnte schon und ich hab’s auch versucht, aber leider ohne Erfolg. Und nu? Mutig sein. Irgendwas zusammen mischen und hoffen, dass es schmeckt. Und genau so entstanden die Pfirsich-Blaubeer-Muffins. Aus der Not heraus und weil ich unbedingt Muffins mit Frischkäse und Joghurt backen wollte.

Das angegebene Rezept ist eher ein Richtwert. Normalerweise rühre ich die Zutaten einfach nach Gefühl zusammen, aber dieses Mal habe ich versucht für euch immer mal wieder zwischendurch die Schüssel abzuwiegen, um eine Idee davon zu bekommen, wie viel ich von jeder Zutat verwendet habe.

  • 200g Frischkäse (Doppelrahm)
  • 150g Joghurt
  • 100g Zucker
  • 1-2 Pck. Vanillinzucker
  • 1 Ei (Größe L)
  • einige Tropfen Zitronenaroma
  • 1 großer Pfirsich (oder 2 kleine)
  • 100-150g Heidel-/Blaubeeren
  • 150g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 50g Haferflocken
  • 2-3 EL gestiftelte/gehackte Mandeln oder Haselnüsse

Zunächst wäscht man die Heidelbeeren und lässt sie gut abtropfen. Der Pfirsich wird geschält und in Würfel geschnitten. Nun rührt man den Frischkäse mit dem Joghurt glatt. Dann schlägt man ein Ei rein und rührt erneut, bis alles eine homogene Masse geworden ist. Ein paar Tropfen Zitronenaroma (für einen kleinen Frischekick) rein und das Obst untermischen. Mehl mit Backpulver und den Haferflocken verrühren und unter die Frischkäsemasse rühren. Masse auf Muffinförmchen verteilen (bei mir kamen 13 Muffins raus) und mit ein paar gehackten Mandeln oder Haselnüssen bestreuen. Muffins für ca. 25-30 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Ofen (Ober-/Unterhitze, was anderes hab ich nicht) schieben. Zwischendurch immer mal wieder von außen gucken, ob sie schon dunkel geworden sind. Wenn ja: Stäbchenprobe (sauberen Holzspieß oder Zahnstocher in die dickste Stelle des Teiges schieben. Wenn er sauber wieder raus kommt, ist der Teig durch. Wenn Teig am Stäbchen klebt, brauchen die Muffins noch ein paar Minuten). Etwas auskühlen lassen und genießen. Diese Muffins schmecken am besten frisch. Am nächsten Tag sind sie zwar noch genießbar, aber am ersten Tag schmecken sie doch am besten, vor allem, wenn sie noch ein wenig warm sind. Yummy!

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