Im Sommer wird es bunt

gemischter Salat

Es ist tatsächlich Sommer geworden. Für wie lange? Na, wir wollen mal optimistisch sein und nicht schon jetzt ans Ende denken. Kochen ist bei solchen Temperaturen jedenfalls manchmal eine regelrechte Qual. Nicht, weil es keinen Spaß machen würde, sondern einfach deshalb, weil sich zur Hitze, die ja ohnehin schon da ist, auch noch die von Herd und/oder Backofen gesellen. Unvorstellbar wie schön es plötzlich ist, in den Rest der warmen Wohnung zu stolpern, nur weil man den Küchendämpfen entronnen ist. Hier muss also ein Essen her, bei dem so gut wie gar nicht gekocht werden muss. Mir fällt da nur Eiscreme ein. Aber damit komm ich auf Dauer bei meinem Schatz nicht durch. Also doch was Nahrhaftes. Meistens lande ich dann bei Salat. Der ist auch so schön bunt, und wie wichtig mir „Bunt“ auf dem Teller ist, habe ich ja hier schon erwähnt. Überhaupt essen wir gerade ziemlich viel Salat. So als Hauptbestandteil des Essens. Aber immer gibt es noch ein kleines Extra dazu. Letztens habe ich dazu „Grilled Cheese“ gemacht. Nee. Das ist kein Grillkäse. So nennt man in den USA überbackene Käsesandwiches. Hier in Deutschland kennt man die vor allem, wegen dem Sandwichmaker. Schmelzkäsescheiben zwischen zwei Toastscheiben legen. Brot von außen buttern und ab damit in die heiße (fettlose!) Pfanne (dafür wurde ja der Toast extra gebuttert). Oder eben Brot und Käse in den leicht gefetteten Sandwichmaker legen, zuklappen und warten, bis das Lämpchen ausgeht. Davon ein oder zwei pro Person und einen  r i e s i g e n  Teller voll gemischten Salats. Lecker! Aber da es ja letztens erst Salat mit Käsesandwich aka Grilled Cheese gab, musste es diesmal etwas anderes sein. Entschieden wurde sich für einen  R i e s e nsalat mit gebratenen Putenstreifen und gebratenen Champignons. Dazu frisches Baguette. Ja – ich weiß. Jetzt hat sie ja doch vor dem heißen Herd gestanden. Aber nur ganz kurz. Ich schwöre. :)

Dazu gab es ein Dressing aus Olivenöl (gaaaanz gaaaanz tolles Olivenöl. Im Grunde das Beste, dass es gibt. Aber ich bin parteiisch. Meine Eltern haben nämlich ein paar Olivenbäume und im Herbst wird dann geerntet und die kleinen Dinger zu Öl gepresst, und dann hat man den Rest des Jahres super qualitatives kaltgepresstes Bioolivenöl, von dem man tatsächlich weiß woher es kommt). Wo war ich? Ach ja: Dressing aus Olivenöl und leckerem Feigenbalsamicoessig von Oil&Vinegar (hm,… meine Eltern haben auch Feigenbüsche… Vielleicht sollte ich die mal fragen, ob sie nicht aus ein paar von denen Essig herstellen wollen, anstatt sie immer nur zu trocknen). JedeOil&Vinegarnfalls bin ich ein großer Fan von Oil&Vinegar. Das ist ein Franchiseunternehmen mit Filialen in jeder größeren deutschen Stadt, das superköstliches Öl und Essig und Brushetta und Kräutermischungen und Soßen und Nudeln und und und verkauft. Ganz viele Sorten davon. Aber Öl und Essig haben es mir besonders angetan. Die haben zig Sorten davon. Super lecker auf Salat schmeckt die Kombi aus pfeffrigem Olivenöl mit Erdbeeressig. Das kann ich nur jedem empfehlen. Der Erdbeeressig ist super fruchtig und im Nachgang hat man diese leichte, prickelnde Schärfe im Mund vom Pfefferöl. Fantastisch. Da hat sogar mein Schatz gelernt, dass Salat super lecker sein kann. Im Moment sind meine Vorräte aufgebraucht. Ich bin furchtbar traurig. Aber am Freitag wollte ich eh mal in die Stadt. Da werde ich mich wohl eindecken. Und dann gibt’s noch mehr Salat. Den es ohnehin schon so oft gibt. Aber lecker ist halt lecker.

Und auch wenn ich mir jetzt blöd vorkomme, ein Salatzrezept zu veröffentlichen, so gibt es ja vielleicht den ein oder anderen, der mal so gar keine Ahnung von Küche hat und deshalb tatsächlich eine Anleitung benötigt.

Also: ein paar Blätter von einem Blattsalat brechen, waschen, trocken schütteln/schleudern. Blätter in mundgerechte Stücke zupfen/schneiden, dabei hässliche braune Stellen wegwerfen. Anderes Salatwürdiges Gemüse (z.B. Tomaten, Salatgurke, Paprika [bei der Paprika Kerngehäuse und Rippen entfernen], abgetropfter Dosenmais, was einem auch immer in die Hände fällt) ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden. Alles zusammenmischen. In einer Pfanne ein wenig Öl erhitzen. Putenbruststreifen darin von allen Seiten gut anbraten und so lange wenden und weiterbraten, bis das Fleisch durch ist (bei Geflügel bitte immer darauf achten, dass es durch ist). Putenbruststreifen aus der Pfanne nehmen und bei Seite stellen. Während die Pute noch am Braten war: Champignons putzen (ich selber schäle sie immer. Einfach mit einem Messer vom Stielansatz die äußerste Hautschicht zur Mitte hin abziehen), vierteln und in derselben Pfanne wie die Putenbruststreifen anbraten. Gemischten Salat auf Teller verteilen. Öl und Essig miteinander vermischen. Ich benutze hierfür so einen Milchaufschäumer. Diese kleinen batteriebetriebenen Dinger, die es schon für 1 oder 2 Euro zu kaufen gibt. Der Milchaufschäumer sorgt dafür, dass sich Öl und Essig zu einer richtig schönen, gleichmäßigen Emulsion vereinen. Dressing über dem Salat verteilen. Obenauf die gebratenen Putenbruststreifen und Champignons anrichten und mit ein paar Scheiben Baguette servieren.

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