Dulce de Leche

Dulce de Leche

In einigen Internetrezepten ist mir immer wieder mal eine Karamellsoße namens Dulce de Leche (gesprochen: Dulse dä Lätschä) über den Weg gelaufen. Ein Glück, dass ich etwas Spanisch kann und somit wusste, dass es sich irgendwie um süße Milch handeln musste. Oder aber eine Süßigkeit, die aus Milch hergestellt wird. Also schnell mal die Suchmaschine anschmeißen. Aha – tatsächlich Milch. Um genau zu sein: gezuckerte Kondensmilch, die über Stunden in kochendem Wasser zu Karamell verkocht wird. Die Herstellung ist pupseinfach. Man muss sich bloß eine Konservendose gezuckerte Kondensmilch besorgen, die Papierbanderole entfernen und die ungeöffnete Dose in einen Topf mit kochendem Wasser legen. Nun einige Stunden kochen lassen, je nach gewünschter Konsistenz und Farbe. Dabei immer wieder mal kochendes Wasser nachkippen. Wichtig ist nämlich, dass die Konserve vom sprudelnden Wasser komplett bedeckt wird und die gesamte Kochzeit über auch bedeckt bleibt. Zum Schluss einfach abkühlen lassen, Inhalt in ein Schraubglas füllen und ihm Kühlschrank aufbewahren.

Auf den Fotos seht ihr den Unterschied in der Kochzeit. Das dunkle Karamell wurde 3h lang gekocht, das Helle lediglich 1,5h, dadurch ist es auch etwas weicher und streichfähiger als das Dunkle. Schmecken tun sie beide herrlich. Dulce de Leche kann man nun in allen möglichen Rezepten unterbringen. Als Karamellschicht in einem Crumble oder einer Torte, in eine Creme eingerührt oder aber auch einfach mit Vanilleeis genossen. In Südamerika schmiert man sich die Dulce einfach aufs Brot. Ist halt immer lecker.

DulceDeLeche

Mein erster Versuch ging allerdings mächtig in die Hose. Ich trinke keinen Kaffee und kannte mich mit Kondensmilch mal so gar nicht aus. Bin davon ausgegangen, dass die wohl alle gleich sein werden und habe mir die erstbeste Konserve aus dem Supermarktregal geschnappt. Großer Fehler. Nach Stunden des Kochens fiel mir erst auf, dass ich zwar Kondensmilch in der Dose, aber eben keine gezuckerte Kondensmilch hatte. Ohne Zucker kann nix karamellisieren. Wenn ihr also Kondensmilch betreffend auch so ahnungslos seid wie ich es war, achtet auf das Gezuckerte. Bei meinem nächsten Einkauf habe ich jede Dose ganz genau unter die Lupe genommen und erkannt, dass es wohl in Deutschland nur zwei Hersteller von gezuckerter Milch gibt. Milchmädchen und etwas russisches, dessen kyrillische Buchstaben ich nicht entziffern konnte, aber die Banderole war blau.

Und nun ab ans kochen!

7 Gedanken zu „Dulce de Leche

  1. Aaah! Guter Tipp mit dem Zucker! Ich hätte wohl auch einfach zur Kondensmilch gegriffen und mich dann gewundert, dass das nix wird :) Ich hatte immer ein wenig Angst vor der Zubereitung, aber wenn Du sagst, dass das so einfach ist, dann trau ich mich auch mal ran!
    Liebe Grüße
    Julia

    • Auf jeden Fall, Julia! Kann eigentlich nix schief gehen, wenn man die richtige Dose erwischt. Mein Freund hat erst doof geguckt, warum ich eine Dose über Stunden in einem Topf Wasser koche (er vertraut mir zwar in der Küche, aber manchmal erscheint ihm das ein oder andere doch etwas kurios), aber jetzt verfeinert er immer seine Eiscreme damit. Werde ziemlich bald wieder nachkochen müssen. :)

  2. Hallo,

    also ich habe neulich im Netz gelesen, dass man die Kondensmilch auch in ausgekochte Gläser füllt und dann 1,5-3 Std kocht. Ist also direkt im Glas und muss nicht aus der Dose gekratzt werden ;)

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