Hackfleischgemüse

Hackfleischgemüse

Zugegeben, Hackfleischgemüse hört sich irgendwie ambivalent an. Gibt es aber wirklich. Seht ihr ja.

Im Endeffekt handelt es sich hierbei um ein super schnelles und einfaches Hauptgericht. Ihr braucht nur Gemüse (was man so gerade da hat), Hackfleisch, Gewürze, Tomatenmark und Käse. C’est ca! Einfacher geht’s nicht.

Drauf gekommen bin ich, als ich bei einer Freundin zu Hause in der Küche saß. Ihre Mitbewohnerin kochte gerade per knorr-Tüte eben dieses Gericht. Habe im Endeffekt nur mitbekommen, wie sie Gemüse unter einer Hackfleischsoße und geriebenem Käse versteckte und die Form in den Ofen hievte. Kam mir lecker vor, aber muss es unbedingt ein Tütchen sein? Nö! Geht auch prima ohne Tütchen. Gut, ich will hier mal fair bleiben. Auch ich habe früher häufig knorr-Tütchen benutzt, bis ich irgendwann mal einen Bauerntopf machen wollte und dummerweise das entsprechende Tütchen nicht im Hause hatte. Also habe ich improvisiert und erkannt: knorr ist nix weiter als Soßenbinder mit Gewürzen. Darauf kann man gut verzichten. Und so entstand das Hackfleischgemüse ganz ohne knorr.

Also: eine ofenfeste Form zu ca. 2/3 mit rohem Gemüse füllen. Ich habe hier Broccoli, Möhren, Zwiebeln, Blumenkohl, ein paar Erbsen und Paprika in mundgerechte Stücke geteilt. Nee, stimmt gar nicht. Die Möhren stammten aus dem Tiefkühler, die waren schon geschnitten. Wurscht. Tiefgekühltes Gemüse ist mindestens genau so gesund wie frisches Gemüse. Häufig ist es sogar gesünder, weil es direkt nach der Ernte schockgefrostet wird und sämtliche Vitamine erhalten bleiben, während „frisches“ Gemüse durch die tagelange Lagerung immer mehr an Vitaminen etc. verliert.

Jedenfalls brät man nun Hackfleisch (je nach Hunger: 250-500g) in einem Topf ordentlich an. Ich benutze fast immer gemischtes Hackfleisch. Da es von Haus aus einiges an Fett enthält, brate ich es komplett ohne Öl an. Beim Braten verliert es ausreichend Fett, so dass es am Topfboden nicht anklebt. Dann gieße ich mit Wasser auf. Ungefähr so viel Wasser, dass das Hackfleisch bedeckt wird. Nun Tomatenmark portionsweise unterrühren, bis die Hackfleischsoße eine schöne Konsistenz erhalten hat. Man kann anstatt Wasser und Tomatenmark auch eine Dose Tomaten über das Fleisch kippen, aber ich persönlich finde die Konsistenz mit Tomatenmark ansprechender. Bis die Dosentomaten soweit eingekocht sind, dass man eine dickflüssige Soße erhalten hat, dauert‘s mir einfach zu lange. Mit Tomatenmark kann ich den Sämigkeitsgrad viel besser und schneller kontrollieren und geschmacksintensiver ist es obendrein auch noch. Nun nur noch ordentlich würzen. Alles, was man so da hat und als schmackhaft empfindet, kann in den Topf. Eine geschnipselte getrocknete Chili, Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum, Paprikapulver… Dem Gewürzregal sind keine Grenzen gesetzt. Die fertige Soße gleichmäßig über das Gemüse geben. Mit geriebenem Käse bestreuen und ab in den Ofen. Bei 220°C sollte das Gemüse in ca. 35-45 Minuten durch sein.

Nicht wundern: das Gemüse gart unter der Hackfleischdecke wie in einem geschlossenen Topf. Deshalb bildet sich einiges an „Wasser“ in der Form. Das ist normal. Gemüse verliert nun mal Wasser beim Garen. Gemüse samt Hackfleisch einfach mit einer Schaumkelle aus der Form heben und auf Tellern anrichten. So bleibt das ausgetretene Wasser in der Form. Wem die Kohlehydrate fehlen, kann auch noch klein gewürfelte Kartoffeln zum Gemüse geben, ist aber nicht wirklich nötig. Das Gericht macht auch so schon ordentlich satt.

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