Rosen-Ombre-Cake

Rosen-Ombre-CakeDiese Woche hatte meine Mutti Geburtstag. Ich wollte sie mal so richtig überraschen und habe sie an ihrem großen Tag nicht angerufen, um ihr zu gratulieren. Sie sollte denken, ich hätte sie vergessen. In Wirklichkeit aber habe ich zwei Nachmittage lang damit verbracht, ihr eine Torte im aktuellen Ombre-Design mit Rosenverzierung zu backen. Stress pur! Backen zwischen Arbeit und Besprechungen und Sport und Mutti überraschen, da blieb noch nicht einmal Zeit meinem Schatz ein anständiges Mittagessen zu kochen. Mutti geht halt vor. Logisch. Wer mit dem Begriff Ombre-Cake nix anfangen kann: bei diesem Kuchen werden die Teigschichten separat voneinander gebacken. Der Teig wird vor dem Backen eingefärbt, dabei wird jede Schicht ein wenig intensiver eingefärbt, so dass die Kuchenschichten aufeinander gestapelt einen schönen Farbverlauf ergeben. Eine wunderschöne Idee. Leider hat’s bei mir an der Ausführung etwas gehapert. Beim rohen Teig konnte man die unterschiedlichen Schattierungen richtig gut erkennen, aber im fertig gebackenen Zustand sieht man davon nur noch ein wenig. Also hier mein erster Tipp für euch: kräftig einfärben! Wenn ihr denkt, der Teig ist schon farbig genug – packt noch mehr Farbe rein! Und zum Schluss noch ein wenig mehr Farbe. Der Teig selber ist ein Eierlikörkuchen. Den benutze ich sehr sehr gerne als Grundlage für meine Motivtorten (so wie die da und die da), da er super saftig ist – selbst nach ein paar Tagen noch, dabei lässt er sich sehr einfach in einzelne Böden zerschneiden, ohne dabei zu zerkrümeln. Mein Schatz geiert immer neben dem Küchentisch und wartet darauf, dass eine Schicht für ihn übrig bleibt, die er sofort essen kann. Dieses Mal gab es keine Reste. Ich hatte den Kuchen ja auch nicht zerschnitten, sondern die einzelnen Böden separat gebacken. Kennt ihr das, wenn ein Hund neben dem Esstisch sitzt und ganz traurig guckt, um doch noch irgendwo ein Stückchen Braten abzubekommen? So sah mein Schatz aus. Ich musste ihm versprechen, ihm so einen Eierlikörkuchen mal ganz für ihn allein zu backen. So lecker ist der. Aber hier mal das Rezept, dass ich Anfang des Jahres bei Monika entdeckt hatte:

  • 6 Eier
  • 2 Pck. Vanillinzucker
  • 250g Puderzucker
  • 125ml Öl (geschmacksneutral, zB Sonnenblumenöl)
  • 250ml Eierlikör
  • 250g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1 Schuss Vanilla/Vanilleextrakt

Eier und die beiden Zuckersorten weiß-schaumig schlagen. Dann abwechselnd die restlichen Zutaten unterrühren. Normalerweise würde man jetzt den Teig in eine mittelgroße Springform füllen und bei 165°C im vorgeheizten Backofen für ca. 1-1,5h backen. Beim Ombre-Cake ist das aber anders. Hier teilt man den Teig in vier gleich große Portionen auf vier Schüsseln auf. Jede Teigportion muss nun mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden. Ich habe dafür grüne Pastenfarbe verwendet, dabei – wie gesagt – jede Teigportion ein wenig intensiver einfärben, als die vorangegangene. Und dabei – wie ebenfalls gesagt – nicht mit der Farbe geizen. Im gebackenen Zustand sieht alles nochmal ganz anders aus. Ich habe in einer 18cm-Springform gebacken. Da ich davon nur eine habe, musste ich also die Teigportionen nacheinander backen (echt zeitintensiv). Den Boden der Springform habe ich mit Backpapier ausgelegt und die Ränder ein wenig eingefettet. Dann habe ich jede einzelne Teigportion für ca. 20-30 Minuten (Stäbchenprobe) gebacken. Nicht wundern: der Teig wandert stark nach oben, fällt aber später wieder zusammen. Die einzelnen Böden habe ich dann über Nacht ruhen lassen. Am nächsten Tag habe ich sie mit selbst gekochter Holunderbeerenmarmelade bestrichen (es sollte ursprünglich Holundersirup werden, aber irgendwie ist mir die Fruchtmasse zu sehr eingedickt und von Sirup konnte keine Rede mehr sein, aber als Marmelade war sie super) und von dunkel nach hell aufeinander geschichtet.

Rosen Ombre CakeVon außen habe ich den Kuchen nun rundherum mit einer Schokobuttercreme eingestrichen, die aus folgenden Zutaten bestand:

  • 200g weiche Butter
  • 150-200g Puderzucker
  • 100g Schokolade (mind. 70% Kakaoanteil)

Die Schokolade vorsichtig über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Die Butter mit dem Puderzucker cremig schlagen. Zum Schluss die flüssige Schokolade vorsichtig unterrühren. Zweiter Tipp für euch: die Schokolade sollte einen hohen Kakaoanteil haben, um die Süße des Puderzuckers etwas einzudämmen. Nun also den Kuchen einmal rundherum mit der Creme einstreichen. Dies muss nicht allzu ordentlich geschehen, da ja später noch die Rosenverzierung aufgespritzt wird. Diese Grundlage ist aber super wichtig (Tipp Nummer drei), damit die Rosenverzierung überhaupt am Kuchen haften bleibt, sonst könnte es euch passieren, dass euch die Röschen nach einer Weile einfach vom Kuchen rutschen, und das wär ja echt schade. Die Verzierung selber ist echt einfach aufzuspritzen. Ihr braucht dafür einen Spritzbeutel samt Sterntülle und spritzt reihum einfach nur Spiralen, die von innen nach außen gehen, auf den Kuchen. Dieses Video ist eine super Anleitung:

Was mir an dem Video gefällt ist, dass man zum einen sieht, wie pups-einfach eine solche Verzierung ist und dass man zum anderen auch nicht sooooo akkurat und gleichmäßig spritzen muss. Am Ende wird es schon gut aussehen.

Zurück zu meiner Mutti. Bei ihr stand ich dann mit dem fertigen Kuchen und brennender Kerze vor der Tür und habe ihr Happy Birthday gesungen. Überraschung geglückt! Vor allem die Torte hat sie begeistert. Da habe nicht nur ich ein paar Fotos für euch geschossen, sondern auch gleich meine Mutti für ihr Fotoalbum. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, was ich für die Mutti von meinem Schatz backe. Die hat nämlich nächste Woche Geburtstag…

6 Gedanken zu „Rosen-Ombre-Cake

  1. Hallo, bzw. einen schönen Abend.
    Deine Torte ist wirklich sehr schön geworden und werde mir die Torte auf jedenfall merken und sicher auch mal nachmachen. ;)

    Deine Mama hat sich sicher sehr über die Torte gefreut. :)

    Wünsche Dir und deiner Familie einen shönen herbstlichen Wochenstart.
    Liebe Grüße aus Berlin
    fenta

    • Vielen Dank, liebe Fenta, für das Kompliment. Ich selber habe wegen der leicht missglückten Farbgebung und der nicht ganz so perfekten Rosenverzierung überlegt, ob ich die Torte überhaupt zeigen soll, aber ich hatte mir ja vorgenommen in meinem Blog „alles“ zu zeigen. Übung macht halt den Meister, gell?

      • Bitte bitte bitte…
        Ja, das geht mir immer genauso wie dir…
        Das einemal ist mit mein erster Versuch mit dem Riesen Cupcake mächtig in die Hose gegangen…
        …htte diesen dennoch trotzdem gepostet,schon allein wegen dem Rezept da dies wirklich sau lecker war und weil ich zeigen wollte, das nicht immer alles so klappt wie wir es uns vorstellen. ;)

  2. Also ich finde auch, bei dieser Torte brauchst du nicht bescheiden sein, ich finde sie sagenhaft! ich selber hab mich an solch eine Rosentorte noch nicht rangetraut finde es aber echt schön – und deine auch!

  3. Pingback: Fragesonntag #9: Luna’s Philosophy |

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