Marmorkuchen (im Glas)

Marmorkuchen

Jetzt habt ihr ja schon einige Plätzchenrezepte gesehen. Ist schon was für euch dabei gewesen? Falls nicht, kommt hier eine Idee, die man das ganze Jahr über in die Tat umsetzen kann, ohne gefragt zu werden: „Ja, ist denn schon Weihnachten?“. Kuchen im Glas. Auf diese Variante bin ich gekommen, weil ich im Rahmen von Post aus meiner Küche zum einen auch etwas anderes als „nur“ Plätzchen schicken wollte und gleichzeitig nach einer Möglichkeit suchte, Kuchen so zu verpacken und zu verschicken, dass er (a) frisch und saftig bleibt, ohne auszutrocknen und (b) heile ankommt. Ich habe das selber bis dahin nicht ausprobiert gehabt und habe deshalb gleich mehrere Gläser gebacken, verschlossen und erst nach ein paar Tagen geöffnet und gegessen, um selber zu testen, ob’s funktioniert. Und um zu erfahren, in welchem Zustand der Kuchen bei meiner Tauschpartnerin angekommen ist. Vorneweg kann ich euch bestätigen: backen im Glas klappt wunderbar. Für diese Backvariante kann man eigentlich jeden Rührkuchen verwenden, der einem schmeckt. Ich habe mich für mein altbewährtes Marmorkuchenrezept entschieden. Nach dem Rezept backe ich schon seit knapp 15 Jahren. Ich habe zwar in den letzten Jahren viele andere Marmorkuchenrezepte angesammelt, aber bisher noch keines davon in die Tat umgesetzt, da ich von diesem so überzeugt bin. Er schmeckt mir einfach vorzüglich. Der Teig ist total locker, dank Speisestärke, und obwohl gleich ein ganzes Aromafläschen (also der Inhalt davon) seinen Weg in meinen Teig findet, empfinde ich das nicht als zu viel des Guten. Im Gegenteil. Der Kuchenduft wird dadurch nur intensiviert. Frisch gebacken und verputzt schmeckt der Kuchen natürlich am besten. Normalerweise überziehe ich ihn dann auch vollständig mit Vollmilchschokolade. Herrlich. Da hält er sich auch gar nicht erst mehrere Tage, weil er viel zu schnell weggefuttert wird. Der Teig reicht für eine durchschnittlich große Rohrboden- bzw. Bundform. Diesmal habe ich aber 6 Gläser und eine Mini-Bundform verwendet.

Für den hellen Teig:

  • 250g Margarine
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 200g Zucker
  • 3 Eier
  • 125g Speisestärke
  • 375g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 1/8 l Milch
  • 1 Fl. Bittermandelaroma

Für den dunklen Teig:

  • 50g Kakao
  • 50g Zucker
  • 2-3EL Milch

Backofen auf 180°C vorheizen. Zunächst wird der helle Teig hergestellt. Dafür die weiche Margarine mit den beiden Zuckern schaumig schlagen. Mehl mit Backpulver und Speisestärke mischen. Abwechselnd mit den restlichen Zutaten unter die Margarine mischen. 2/3 des Teiges in die gefettete und bemehlte Kuchenform (bzw. Gläser) füllen. In das restliche Teigdrittel die Zutaten für den dunklen Teig rühren. Auf den hellen Teig in die Form geben und mit einer Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen, damit die Marmoroptik entsteht. Die Gläser habe ich für ca. 40 Minuten (denkt an die Stäbchenprobe) gebacken. Der Mini-Kuchen war nach knapp 60 Minuten fertig. Ein normal großer Kuchen benötigt 70-80 Minuten. Bei den Kuchen im Glas war ich mir nicht sicher, wann genau ich die Deckel draufschrauben sollte. Bei den heißen Kuchen hatte ich die Befürchtung, dass sich vielleicht Kondenswasser bildet und den Kuchen matschig werden lässt. Bei den ausgekühlten Gläsern bestand die Befürchtung, dass der Kuchen vielleicht austrocknet. Ich habe einfach mal beides ausprobiert. Fazit: schraubt den Deckel auf das noch heiße Glas. Der Kuchen bleibt auf diese Weise saftiger. Außerdem hat sich ein Unterdruck gebildet, so dass man beim Öffnen dieses schöne „Plopp“ zu hören bekommt, dass ich irgendwie mit Frische verbinde. Die Kuchen, die ich erst nach dem Auskühlen verschlossen hatte, schmeckten tatsächlich etwas trockener. Also: Gläser aus dem Ofen raus und sofort verschrauben. Dann hält sich der Kuchen tagelang frisch und saftig.

6 Gedanken zu „Marmorkuchen (im Glas)

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