Australian BBQ

Australian BBQ

Während bei uns die Grillsaison gerade erst begonnen hat, geht sie am anderen Ende der Welt so langsam zu Ende. In Australien kehrt der Herbst ein. Jetzt war ich (leider) noch nie in Australien, also was interessieren mich da deren Jahreszeiten? Der Grund heißt Zorra. Sie sucht nämlich bei ihrem aktuellen Blogevent australische kulinarische Kreationen. Eigentlich bin ich ja bestens ausgestattet für solch ein Event, habe ich doch bei eben jener Zorra vor einigen Monaten ein original australisches Kochbuch gewonnen. Mark Olive’s Outback Café. Mein Problem: das Buch ist so australisch, dass in jedem Rezept mindestens eine australische Zutat vorkommt, die hier in Deutschland gar nicht (oder nur sehr schwer) zu bekommen ist. Manche Zutaten sind derart australisch, dass es dafür noch nicht einmal einen deutschen Begriff/Namen gibt. Irgendwann wollte ich mich mal in die Metro mitnehmen lassen. Angeblich sollen die ja in der Lage sein, einem alles zu besorgen. Ich werde es irgendwann herausfinden. Und nu? Doch keine Eventteilnahme? Das Glück ist mir hold, ich habe nämlich eine original australische Würzmischung daheim (gehabt – nu is sie ja verbraucht). Tanami Fire! Abgesehen von der Chili, sind da Australian BBQ - Spiceausschließlich australische Pflanzen drin, die ich nicht kenne. Diese Würzmischung hat mir vor wenigen Jahren eine Freundin mitgebracht, als sie dort ein Auslandssemester verbracht hat. Purer Zufall, dass ich mich bisher nie daran gewagt hatte, die Würzmischung zu nutzen. Pures Glück, dass Zorras Event mir jetzt den letzten Kick gegeben hat, das Tütchen endlich aufzureißen. Ich habe mich dazu entschlossen die Gewürze ins Hackfleisch zu mischen und daraus dann Burger zu machen. Und so wird aus einem einfachen Grillen mit viel Fantasie und großzügiger Auslegung ein Australian BBQ.

Wir haben einen Gemeinschaftsgarten. Im hintersten Eck hinter Nadelbäumen ist eine Fläche mit Erdboden, da kann man super Tisch und Grill aufbauen. Der Qualm (und bei Gott, es hat gequalmt, als wir die Kohlen angezündet haben) schwebt dann nicht sofort in die umliegenden Wohnungen, sondern wird durch die Bäume ein wenig abgehalten. Zumindest rede ich mir das ein. Der gute Wille zählt halt. Auf den Fotos seht ihr unser Festmahl. Burger mit ganz viel selbstgemachtem Drumherum.

Hauptakteur (und einziges Fleisch) waren Australian BBQ - Burgernatürlich die australisch gewürzten Burger. Dafür habe ich 500g gemischtes Hackfleisch mit 2 Eiern, ca. 4EL Paniermehl (eine in Milch eingeweichte und ausgedrückte Semmel vom Vortag wäre natürlich besser gewesen, aber die hatte ich nicht da), etwas Salz und der halben Tüte vom Tanami Fire mit den Händen ordentlich verknetet. Daraus dann vier platte Fladen geformt und bis zum Grillen kühl gestellt.

Australian BBQ - Burger Buns

Serviert wurden die Burger natürlich in selbst gebackenen Burgerbrötchen. Vielleicht kennt ihr sie ja noch. Zum Rezept geht’s *hier* entlang.

Australian BBQ - Mayonnaise and Rhubarb KetchupDazu gab’s selbst gemixte Mayonnaise. Das Rezept findet ihr *hier*.

Der leckere Rhabarber-Ketchup durfte natürlich auch nicht fehlen. Das Rezept ist *hier* abgelegt.

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Australian BBQ - Caprese SkewersAustralian BBQ - Vegetable Skewer

Dazu gab’s Tomate-Mozarella-Spieße. Ich liebe diese kleinen Mini-Kugeln!

Und da ich mich beim Aufspießen gerade so eingegroovt hatte, habe ich auch noch Gemüsespieße gemacht. Dazu einfach Gemüse nach Wahl auf die Holzspießchen stecken. Ich beginne immer mit Zwiebeln und schließe auch damit ab. Die Zwiebeln sind nämlich so schön stabil, dass sie das restliche Gemüse perfekt in Position halten.

Australian BBQ - Carrot SaladEin wenig Salat durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich habe mich an einem Karottensalat versucht, den ich bei Melanie gesehen hatte. Hierfür einfach Essig mit Erdnussbutter (die mit den Stückchen) glatt rühren. Karotten in Juliennestreifen schneiden und mit dem Dressing vermischen. Wer will, toppt das Ganze noch mit gesalzenen, gerösteten Erdnüssen. Ich habe mich gegen die Extraportion Nüsse entschieden und bin dafür stattdessen der Kresse auf meiner Fensterbank zu Leibe gerückt. Das bisschen Grün in dem ganzen Orange macht sich auch optisch ganz gut.

Zu Trinken gab es ein Zitronen-Minze-Wasser Australian BBQ - Lemon-Mint Watermit Heidelbeeren. Das habe ich mal in Zusammenhang mit einer Hochzeit gesehen und für toll befunden. Ich hatte vom Rhabarber-Ketchup ja noch diese halb-enthäutete Zitrone übrig. Die „schöne“ Hälfte habe ich in Scheiben geschnitten, die andere ausgedrückt. Alles zusammen mit einigen Heidelbeeren und Minzeblättern in eine Karaffe gegeben und mit Mineralwasser aufgefüllt. Wer lieber mehr Minz- als Zitronengeschmack schlürfen möchte, der lässt den Teil mit dem ausgepressten Zitronensaft einfach weg und gibt die Scheiben einfach so ins Wasser. Wenn sich die Karaffe langsam leert, kann man prima wieder mit Wasser auffüllen. Ein nie versiegender Quell quasi.

Australian BBQ - Fruits for Chocolate FondueZum Nachtisch gab es dann ein Schokofondue mit frischen Früchten. Da werden zwei Einmal-Aluschalen ineinander gesteckt (damit die Schokolade nicht anbrennt), mit Schokostückchen gefüllt und auf den warmen (nicht zu heißen) Grill gelegt. Die Schokolade dann unter Rühren schmelzen und nach Wunsch Obst, Kekse oder ähnliches in die flüssige Schoki stippen. Ein toller Start in die beginnende europäische Grillsaison und ein grandioser Ausklang für die australische Grillsaison.

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8 Jahre Blog-Event - Down Under im kochtopf plus Verlosung (Einsendeschluss 15. Mai 2013)

13 Gedanken zu „Australian BBQ

  1. Mhhmmmm das klingt so toll, lecker und verführerisch. Du und Schatzi allein oder hattet ihr Gäste? Wir haben die grillsaison leider noch nicht eröffnet, dafür haben wir jetzt endlich mal Spargel gegessen :D seit ein paar Tagen haben wir nen neuen Grill, der muss dann auch noch eingeweiht werden huuu
    Ich mach auch gerne Burger nur mit Toastbrot. Klingt komisch schmeckt aber gut. Deine Burgerbrötchen machen mich schon eine Weile an und werde sie sicher mal ausprobieren. Die im Laden mag ich nämlich gar nicht…

  2. Hmmmm sieht das alles gut aus… so ein Grill-Abend hätte mir auch gefallen! Ich hab mich ja leider immer noch nicht dran gemacht, mal Burger selbst zu machen, aber je häufiger ich irgendwo leckere Burger-Rezepte sehe, desto größer wird der Drang… hoffentlich zwingt er mich bald mal zum Handeln ;-)

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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