Champignonrahmgeschnetzeltes

Champignongeschnetzeltes

Diese Woche ist irgendwie echt anstrengend. Arbeite seit sieben Tagen durch, weil leider zu viele Kollegen krank sind. Hinzu kommen die Überschwemmungen in weiten Teilen Deutschlands, von denen indirekt auch unser Dresdner Büro betroffen ist. Falls es jemand noch nicht weiß: ich arbeite hier in Köln für eine Assistance aka Versicherung. Da kommt jetzt einiges zusammen an Arbeit (zusätzlich zu dem üblichen Berg) und da es noch keine Hochwasserentwarnung gibt, müssen wir auch jeden Tag damit rechnen, dass die Dresdner Kollegen evakuiert werden und wir dann versuchen, ihre Arbeit zu übernehmen. Davon abgesehen kommt ja dann noch der Rest des Lebens und die damit verbundenen Verpflichtungen, Arbeiten, To Dos, Erledigungen und Treffen mit Freunden (ok, die sind schön) hinzu. Da habe ich keine Zeit und auch keine Muße lange in der Küche zu stehen. Da soll es einfach nur schnell gehen. Frei nach dem Motto: schnell ans Ziel. Futter für den knurrenden Magen. Da besteht so ein Mittagessen auch gerne mal einfach nur aus Butterbroten oder etwas vom Lieferservice. Wenn ich mich doch zusammenreißen kann und die Brote über habe – oder einfach nur Mitleid mit Schatz habe, der seit einer Woche nix Vernünftiges mehr zu essen bekommt – ist so ein Champignongeschnetzeltes ein guter Kompromiss. Fix gekocht, sättigend und lecker. Was will man mehr?

Für 2 Personen benötigt ihr:

  • 500g Geschnetzeltes (ich hier: Geflügel)
  • 250g Champignons
  • 200g Sahne
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Fett für die Pfanne
  • 150g Reis

Champginons putzen und in Scheiben schneiden. Reis in der doppelten Menge kochenden Wassers bei niedriger Temperatur gemäß Packungsanweisung kochen/quellen lassen. In der Zeit Fett in einer Pfanne erhitzen und das Geschnetzelte bei starker Hitze von allen Seiten anbraten. Champignonscheiben zufügen und so lange braten, bis die ausgetretene Flüssigkeit verkocht ist. Hitze etwas runter schalten, Sahne einrühren und etwas einkochen lassen. Mit Salz und kräftig Pfeffer abschmecken. Zusammen mit dem Reis servieren. Zusätzlich gab’s bei uns noch einen kleinen Salat dazu. Das Dressing besteht aus Cassis-Senf, Öl und etwas Essig. Ich weiß, kein kulinarisches Meisterwerk. Aber wenn’s einfach nur schnell gehen und nicht geliefert sein soll, ist das definitiv eines meiner liebsten Kompromisse. Das Rahmgeschnetzelte kann man auch sehr gut als Füllung für Blätterteigpastetchen nutzen.

5 Gedanken zu „Champignonrahmgeschnetzeltes

  1. Hallo Luna,
    ja, das mit dem Hochwasser ist wirklich nicht lustig … bekommt man natürlich noch direkter mit, wenn man in der Versicherungsbranche arbeitet (abgesehen von den Betroffenen).
    So ein Geschnetzeltes will ich auch schon lange mal machen, Züri-Geschnetzeltes (vom Kalb) mit Rösti ist hier ja Stadtspezialität und ich brauch mal ein Rezept, das ich für Gäste zu bereiten kann ;-)
    Gruss,
    Sarah

  2. Lecker, lecker! Drücke dir die Daumen, dass ihr nicht noch mehr Arbeit bekommt und eure Kollegen gute und stabile Deiche und dazu noch viel Glück haben und, dass eben alles gut wird (oder bleibt…).
    Liebe Grüße, Christina

  3. Geschnetzeltes esse ich auch fürchterlich gerne. Vor zwei Jahren wohnte ich noch mitten im niedersächsischen Hochwassergebiet. Heute trifft es mich zum Glück nicht mehr, dafür aber die Familie meines Mannes. Es ist schon gruselig mit Anzusehen, was zur Zeit passiert.

  4. Hallo Luna,

    ja so ein Geschnetzeltes ist echt was Leckeres, könnte ich auch mal wieder machen. Ja Deine Gedanken bzgl. der Hochwasser-Situation kann ich gut nachvollziehen. Ich arbeite ja in Leipzig, aber die Hälfte meines Teams hat ihr Büro in Dresden und wir haben letzte Woche auch gehofft, dass die Kollegen dort weiter arbeiten können (ging zum Glück bei uns alles gut). Hinzu kommt noch, dass ich ja selber auch gebürtig aus Dresden komme und meine ganze Familie noch dort habe, was natürlich einiges an Sorgen bereitet hat. Zum Glück war da dieses Mal niemand ganz direkt (also in der eigenen Wohnung) betroffen, im Gegensatz zu 2002, aber alles was man von dort hört und sieht ist schon erschreckend :-(

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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