Mallorquinischer Mandelkuchen

Mandelkuchen 3

Mal wieder habe ich T A G E  gebraucht, bis ich mich dazu aufraffen konnte in die Küche zu marschieren und zu backen.
Keine Ahnung, wieso mir derzeit die Leidenschaft abhanden gekommen ist.
Ich esse. Sehr gerne sogar. Und derzeit mit Vorliebe das, was mir andere servieren.
Ich stöbere in Blogs und mache leise Yum-Yum-Geräusche dabei. Sage mir: eigentlich könntest du doch mal wieder. Du würdest doch….du solltest…. Arrgghhh! Ich müsste diese Konjuktive weg lassen. Übergehen. Nicht aussprechen und gar nicht erst den Gedanken daran formen.

Einfach machen. Just do it!

Und – endlich – I did it! In Form dieses locker fluffigen, mandeligen Urlaubskuchentraums.

Mandelkuchen 1

Mein Besuch auf Mallorca (nein, nicht Ballermann-Malle. Da hab ich nur an einem Nachmittag einen Gafferabstecher hingemacht) ist nun schon fast ein Jahr her. Wie schön, dass bald wieder Urlaubszeit ist.

Kulinarisch bin ich damals mit 2 Kilo Extragepäck in Form von Hüftspeck Heim geflogen. Auch gut. Kam aber nicht vom Mandelkuchen. Obwohl der auch gut ist. Aber dort meine ich ihn gar nicht gegessen zu haben.

Wir hatten Fisch, Ensaimadas, tonnenweise Eiscreme und Sushi. Japp. Sushi. War mein erstes Essen auf Mallorca. Thanks to Mr Muffin. Wir kamen morgens (war das morgens? Schon viel zu lange her) an und nach einem Vormittag am Strand ging es dann in eines der nahe gelegenen Restaurants. Ein Sushi-Restaurant. Der Herr wollte da rein, ich wollte einfach nur irgendwas zu essen haben. Vorzugsweise etwas Regionales. Typisch Mallorquinisches. Und endete mit einem Tablett Sushi vor mir. Ihr seht: meine Durchsetzungsfähigkeit an diesem Tag war hinüber.

Aber eines muss ich dem Laden ja lassen: das Sushi war saugeil. Optisch der absolute Hammer. So etwas hatte ich noch nicht gesehen. Und geschmacklich so überzeugend, dass wir in dieser einen Woche gleich dreimal dort speisten. Die Besitzerin kannte uns bereits. Wusste, dass wir unser Mittagstief gerne bei ihr stillten. Wenn wir nicht gerade im Restaurant ihres Mannes nebenan Patatas Bravas, frittierte Sardellen und Albondigas verputzten.

Nach unserer Rückkehr hatte ich noch weiter Lust auf Mallorca auf dem Teller. Aber das richtige Mallorca. Zwei Kochbücher hatten es somit natürlich auch mit auf die Heimreise geschafft. Aus denen ich bis dato Null (!) Rezepte nachgekocht und –gebacken habe. Das ändert sich derzeit auch noch nicht.

Das Kuchenrezept stammt nämlich von Chefkoch. Aber das ist mir egal. Es stillte meinen Kuchenhunger. Benötigt kaum Zutaten und ist ratzfatz gemacht. Und dabei so herrlich nussig.

Und vermutlich sogar glutenfrei. Zumindest kommt da kein bisschen Mehl rein.

He! Ihr Gluten unverträglichen Menschen da draußen! Ist dieser Kuchen etwas für euch?

Ach so. Sorry. Das Rezept fehlt ja zur Prüfung.

Für eine Springofrm mit ca. 24cm Ø benötigt ihr:

  • 200g Zucker
  • 4 Eier
  • 1 TL Zimt
  • Schale von 1 Bio-Zitrone
  • 300g gemahlene Mandeln (gerne die mit Schale)
  • Fett für die Form
  • Puderzucker zur Dekoration

Den Backofen auf 175° C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Springform einfetten und mit ca. 1-2 EL der gemahlenen Mandeln ausstäuben.

Mandelkuchen 2

Eier und Zucker mindestens 5 Minuten lang auf höchster Stufe der Handmixers ultra-schaumig, ach was sage ich!, ultra mega weiß-schaumig schlagen. Das Volumen sollte sich locker verdrei- bzw. vervierfacht haben. Das kommt schon mit den Minuten. Mit einem Spatel oder Löffel Zimt, Zitronenschale und restliche gemahlene Mandeln unterheben. Den Teig in die Form geben und für ca. 40-45 Minuten backen.

Im Rezept stand zwar, dass man die Ofentür ja nicht öffnen darf, da sonst der Kuchen zusammenfällt, aber meine Erfahrung zeigt: wenn man die Türe nur kurz aufmacht, passiert schon nix. Vielleicht habe ich aber auch einen Zauberofen, der Kuchenteige vorm Kollaps bewahrt.

Wenn der Kuchen durch ist, den Ofen ausschalten und den Kuchen bei geöffneter Ofentüre im Ofen auskühlen lassen. Zum Schluss mit Puderzucker und servieren.

Seufz! Voll geil. Knackigknusprige Kuchendecke und darunter ein mandeliger Nusstraum.

Mandelkuchen

Und da ich gerade gedanklich schon im Urlaub bin, hier noch ein paar Impressionen:

Palma de Mallorca

Mallorca

3 Gedanken zu „Mallorquinischer Mandelkuchen

  1. Hallo Natali,

    das mit dem Back- und Blogtief kommt mir gerade bekannt vor.
    Aber dein Mandelkuchen hilft, wenn ich mir den ansehe, bekomm ich ja gleich Lust zu backen (und ebenfalls Mallorca-Erinnerungen aufleben zu lassen – da gibt’s einfach gute Mandeln, und mal abgesehen davon ist die Insel wirklich schön).

    Gruss,
    Sarah

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