Aufgespießte Cakeballs – weil doch in jedem von uns ein kleiner Spießer steckt

Spießige Cakeballs

Nina hat mich überraschend gefragt, ob ich ein Spießer sei. Ohne Vorwarnung und einfach so knallte sie mir diese Frage an den Kopf. Erst fühlte ich mich ertappt. In mir steckt tatsächlich ein wenig Spießer. Vor allem aber stehe ich derzeit total auf Spießer. Da ich selber zuweilen recht verklatscht sein kann, glaube ich, dass mir ein Spießer ganz gut tun würde. Einer, der gelassen genug ist, meine Aussetzer in sich ruhend zu ertragen. Einer, der einen Gegenpol zu meinem (manchmal recht blinden) Aktionismus darstellt. Einer, der sich mitreißen lässt. Dabei aber darauf achtet, dass ich es nicht übertreibe. Ja, so einen vernünftigen Spießer brauche ich. Tja. Und wo ich nun diese Selbsterkenntnis erlangt habe, stellt sich heraus, dass Nina ihre Frage gaaaanz anders gemeint hat. Sie wollte nämlich eigentlich nur wissen, ob ich zu ihrem Blogevent gemeinsam mit den anderen etwas „aufspießen“ möchte. Ihr Event war mir schon seit längerem bekannt, aber mir fiel nix rechtes ein. Und wenn doch, dann hatte das schon jemand anderes in ähnlicher Form gepostet. Buuuuuhuuuuu! So läuft das doch immer ab: wer zu lange wartet, der verliert seinen Innovationsstatus. Da das Event aber heute schon ausläuft, rennt mir die Zeit davon. Also pfeife ich auf innovativ und originell. Es wird aufgespießt, was auf den Stiel kommt. Fertig. Aus.

Cakeballs für Spießer

Ich hatte Schoko-Erdnuss-Gugl nach *diesem* Rezept gebacken. Die Gugl sollten dann gemeinsam mit frischen Erdbeeren auf dem Spieß landen, aber so recht überzeugt war ich nicht vom Geschmack (zu herb, zu wenig Erdnuss). Also habe ich den Spieß umgedreht, die Gugl zerbröselt und mit Schokofrischkäse (der von Brunch, der schmeckt mir deutlich besser als der von Milka [zu sauer], obwohl ich eigentlich eine überzeugte lila Kuh bin) vermatscht und Cakeballs draus geformt. Die Cakeballs dann kurzerhand aufgespießt und in geschmolzene grüne Candy Melts-Glasur getunkt. Wie genau man Cake Pops – oh pardon, ich meine natürlich aufgespießte Cakeballs – herstellt, hatte ich euch *hier* schon einmal beschrieben, als ich euch die Oreo-Cake Pops gezeigt hatte.

Aufgespießte Cakeballs

Ich habe mich dabei von Ninas pieksigen Vögelchen inspirieren lassen. Die Piepmätze sehen dermaßen niedlich aus und schreien förmlich nach Frühling, da wollte ich auch etwas Frühlingshaftes machen. Von daher ziert nun jeden aufgespießten Cakeball eine Blüte aus Esspapier. Eigentlich sollten die Cakeballs ja eine glatte Hülle bekommen, allerdings stelle ich mich zu blöd an, um mit Candy Melts umgehen zu können. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man die Candy Melts mit Kokosfett mischen soll. Keine Ahnung, ob ich davon zu viel oder gar zu wenig genommen habe, aber Fakt ist: die Glasur ist mir bei fast jedem einzelnen aufgespießten Cakeball aufgeplatzt.

Cakeball geplatzt

Ich hab die aufgeplatzten Cakeballs zu Beginn als Ausschussware klassifiziert und beherzt einen nach dem anderen direkt aufgefuttert. Bis mir irgendwann klar wurde, dass ich auf diese Weise bald nix mehr zum Fotografieren und verteilen haben würde. Also habe ich einfach mit einem Stäbchen eine zweite Schicht Glasur aufgetragen und diese wild verwirbelt. Und was soll ich sagen? Diese verwirbelte Struktur gefällt mir tatsächlich deutlich besser als die glatte (selbst wenn sie unzerplatzt wäre). Also sehen wir es als Schicksal an, dass die Cakeballs allesamt aufgeplatzt sind. Hätte ich doch sonst nie diese zweite Wirbelschicht aufgetragen. Und wer weiß welche Spießer das Schicksal noch für mich bereithält. :o)

Cakeball angebissen

Zum Event geht’s übrigens hier entlang:
Blog-Event: Für Spießer!

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